Diagnostik

Die Diagnostik der Migräne mit Hirnstammaura orientiert sich an den allgemeinen Standards der Migränediagnostik – ergänzt um Untersuchungen, die speziell bei Hirnstammauren empfohlen werden, um gefährliche Erkrankungen sicher auszuschließen. Die Symptome der Hirnstammaura können schwerwiegende neurologische Erkrankungen imitieren (darunter Schlaganfall, Hirntumoren, Infektionen oder Gefäßmissbildungen). Deshalb gilt:

Treten die Symptome zum ersten Mal auf, oder verändern sich Schwere oder Häufigkeit deutlich, sollte immer ärztlich oder in einer Notfallambulanz abgeklärt werden, ob andere Ursachen vorliegen.

Für die Hirnstammaura selbst gibt es keinen Blutwert, keinen Labortest und keinen bildgebenden Befund, der sie nachweisen könnte. Weder Röntgen noch MRT zeigen eine „Hirnstammaura“. Die Diagnose ist daher eine klinische Ausschlussdiagnose. Sie entsteht durch eine gründliche Anamnese, das Erkennen des typischen Symptomverlaufs und das Ausschließen anderer Erkrankungen.

Im Rahmen dieser Ausschlussdiagnostik kommen üblicherweise folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Bildgebung (MRT, MRA, CT-Angiographie)
    Eine MRT des Kopfes und gegebenenfalls eine MR- oder CT-Angiographie sind wichtig, um Schlaganfall, Gefäßfehlbildungen (z. B. AV-Malformationen) oder Tumore auszuschließen.
  • EEG
    Ein EEG hilft, epileptische Anfallsgeschehen oder andere Ursachen für Bewusstseinsveränderungen abzugrenzen – besonders, wenn Betroffene während der Attacke benommen, verwirrt oder kurzzeitig nicht voll ansprechbar sind.
  • EKG / Langzeit-EKG
    Bei einzelnen Symptomen kann auch ein 24-Stunden-EKG sinnvoll sein, um Herzrhythmusstörungen auszuschließen, die ähnliche Beschwerden auslösen können.
  • Blutuntersuchungen
    Blutwerte können Hinweise auf Entzündungen oder andere medizinische Ursachen geben.

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Warum korrekte Diagnostik wichtig ist

Die Symptomatik der Hirnstammaura kann bedrohlich wirken und anderen neurologischen Erkrankungen ähneln. Eine strukturierte Diagnostik schafft Sicherheit:

» Sie grenzt die Erkrankung von Schlaganfall, vestibulären Störungen und hemiplegischer Migräne ab.

» Sie gibt Betroffenen und behandelnden Ärztinnen und Ärzten Orientierung, besonders bei wiederkehrenden schweren Auraepisoden.

» Sie bildet die Grundlage für eine passende Therapie und Prophylaxe.

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